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"CENTRELYUROPDRIIMS"
...wo liegt Mitteleuropa ?
Wisent Reisen lät Sie herzlich zu einer nicht alltäglichen Reise zur Kultur und Geschichte Mitteleuropas ein
Centrelyuropdriims
«Früher war ich Osteuropäer, dann wurde ich in den Rang eines Mitteleuropäers erhoben das waren schöne Zeiten, es gab Centrelyuropdriims und Visionen und Bilder von der Zukunft. Vor einigen Monaten bin ich ein Neuer Europäer geworden, doch bevor ich mich an diesen Zustand hätte gewöhnen oder ihn hätte ablehnen können, bin ich nun ein Nicht-Kerneuropäer.»
Peter Esterhazy
Die letzte Zeit hat gewaltige Veränderungen im Osten Europas mitgebracht, die EU wurde um die „neuen Europäer“ erweitert, in der Ukraine fand eine „orange Revolution“ statt, der Osten unseres Kontinents erlebt eine spannende Zeit.
Reisetipp:
Diese Reise bieten wir zusätzlich für Vereine und private Gruppen an.
Gerne suchen wir mit Ihnen ein passendes Reisedatum. |
Die Schweizer Stiftung Pro Helvetia hat eine Veranstaltungsreihe Centrelyuropdriims organisiert und versucht, dem Begriff Mitteleuropa näher zu kommen. Kultur und politische Diskussionen dieses hierzulande immer noch fast unbekannten Teils von Europa standen im Mittelpunkt.
Die ironische Bezeichnung Esterhazys “Centrelyuropdriims” war eine Inspiration auch für unsere Reise, die nicht nur in architektonisch spannende Städte führt, sondern auch einen Einblick in die heutigen politischen Entwicklungen ermöglicht.
Wir möchten Ihnen die Kultur dieses Teils Polens näher bringen, polnischen Träumen und Verbindungen mit der gesamteuropäischen Geschichte auf die Spur kommen. Wir führen Sie in den früheren Kultur- und Religionspluralismus der Region ein, wo sich polnische, russische, ukrainische, jüdische und sogar deutsche Einflüsse kreuzten, einer Region, die teilweise zur k.uk.Monarchie gehörte, teilweise an deren Grenze lag.
Oxford, Padua, Rom, Berlin
Drei wichtige Städte bilden den Schwerpunkt unserer Reise: "das jüdische Oxford", "Padua des Nordens", und "das kleine Rom", wie Lublin, Zamosc (UNESCO) und Sandomierz genannt wurden. Die Reise endet in Warschau (UNESCO), von den Deutschen als "die kleine Schwester Berlins" bezeichnet. Jedoch auch zwischen diesen Städten möchten wir Ihnen viel zeigen, so dass die Transfers keine mühsame Bus- sondern spannende Entdeckungsreisen sind. An den kulinarischen Attraktionen soll es ebenfalls nicht fehlen... Geniessen Sie die Reise mit allen Sinnen!
Programm 2009
1. Tag Samstag: Zürich - Warschau - Lublin
Linienflug Zürich-Warschau und Weiterfahrt mit unserem Bus nach Kazimierz Dolny, einem zauberhaften Künstlerstädtchen an der Weichsel. Kazimierz erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung im 16. Jahrhundert. Diese Blütezeit hing eng mit dem Getreidehandel zusammen, von dem noch heute zahlreiche Getreidespeicher zeugen. Der Überfall der Schweden in Polen im 17. Jh. leitete den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt ein, der durch die polnischen Teilungen im 18.Jh. endgültig besiegelt wurde. Die wirtschaftliche Lage verbesserte sich erst wieder gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die Künstler den malerischen Ort an der Weichsel entdeckten. Heute übt Kazimierz eine magische Anziehungskraft auf Touristen und immer noch auf Maler und Schriftsteller aus. 1994 wurde Kazimierz Dolny durch eine Verordnung des Präsidenten der Republik Polen als "Geschichtsdenkmal" anerkannt. Um Natur- und Kulturgüter zu schützen, wurde schon im Jahre 1979 der Landschaftspark Kazimierz Dolny geschaffen, der das gesamte Gemeindegebiet umfasst.
Am späteren Nachmittag Ankunft in unserem Hotel in Lublin.
2. Tag Sonntag: Kultur in Lublin
Lublin ist die größte Kultur- und Universitätsstadt Ostpolens mit einem einmaligen Charme und einer stürmischen Geschichte. Hier wurde die polnisch-litauische Union geschlossen, die die polnische Adelsrepublik zum größten Flächenstaat Europas machte. Die berühmtesten polnischen Familien errichteten hier ihre Renaissance-Residenzen, die bis heute das Stadtbild prägen. Im 16. und 17. Jahrhundert war Lublin eines der Zentren der Reformation in Polen. Mit der Dritten Polnischen Teilung Ende des 18. Jhs. kam Lublin zu Österreich und 1815 zum von Russland abhängigen Kongresspolen. Bis zum 2. Weltkrieg war Lublin eines der Zentren des jüdischen Lebens in Polen, "jüdisches Oxford genannt". Die Stadt wurde vom Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer im Roman "Der Zauberer von Lublin" und von Alfred Döblin in der "Reise in Polen" beschrieben. Nach dem Krieg war Lublin sowohl der Sitz der kommunistischen Regierung Polens als auch einer katholischen Universität, die damals nicht nur katholische Studenten hatte, sondern auch solche, die für sich eine Nische im sozialistischen Alltag suchten. In Lublin unterrichtete Ludwick Fleck, ein Mikrobiologe und Wissenschatftstheoretiker, dessen Zentrum in Zürich bei der ETH entstand (http://www.ludwikfleck.ethz.ch/index.de.html).
Wir erleben eine exklusive Stadtführung durch Lublin mit den Gründern eines kulturellen Zentrums "Brama Grodzka - Teatr NN", das sich der multiethnischen Vergangenheit Lublins und der gesamten Region zuwendet. Besichtigung der Kapelle der Dreifaltigkeit in Lublin, welche als Weltkulturerbe nominiert wurde, steht ebenfalls auf dem Programm. Einflüsse der östlichen Kultur haben ihre Spuren in dieser gotischen katholischen Kapelle hinterlassen: sie wurde von den russischen Künstlern mit wertvollen byzantinisch-russischen Fresken verziert. Freier Nachmittag, Übernachtung in Lublin.
3. Tag Montag: Lublin und Umgebung
Nach dem Frühstück Fahrt zur eindrücklichen Residenz der Fürsten von Zamoyski (ca.60 km. hin und zurück). Das Barockschloss in Kozlówka gehört zu den besterhaltenen Adelsresidenzen in Polen. Die Schlossräume sind reich an Kunstwerken, die Schlosskapelle wurde der Königskapelle aus Versailles nachgebaut. Das Nebengebäude des Schlosses beherbergt eine Dauerausstellung des realen Sozialismus. Die Sammlung entstand vor allem in den 60-ern Jahren, als Kozlowka die Rolle eines Zentrallagers gespielt hat: nach Oktober 1956 entledigten sich die Museen aus ganzem Land gern der "Kunstwerke", die bis zu diesem Zeitpunkt als einzige "richtige Kunst" galten. Hier befinden sich auch die nach 1989 demontierten Denkmäler: Lenin aus Poronin, Marchlewski aus Wloclawek, Bierut aus Lublin. Am Nachmittag Besuch bei unseren Freunden des Kulturzentrums und anschließend Abendprogramm.Übernachtung in Lublin.
4. Tag Dienstag: Weltkulturerbe Zamosc
Das zauberhafte Zamosc ist ein Musterbeispiel einer Renaissancestadt, die als Ganzes auf einem Reißbrett entworfen wurde. Im Jahre 1578 beauftragte der polnische Magnat Humanist, Kunst- und Wissenschaftsmäzene, Feldherr und Kanzler Jan Zamoyski den italienischen Architekten Bernardo Morando damit, auf seinen Ländereien eine Stadt zu bauen. Zwei Jahre später begannen die Arbeiten. Schnell wuchsen Häuser und Straßen in geometrischer Anordnung empor, mehrere Kirchen, ein Schloss und gewaltige Festungsmauern. Wenige Jahre später zogen Kaufleute in die entstehende Stadt. Als die Arbeiten im Jahre 1605 abgeschlossen waren, war Zamosc nicht nur ein architektonisches Kleinod, sondern auch ein Ort, an dem Wirtschaft und Wissenschaft blühten und Menschen verschiedener Nationen friedlich zusammenlebten, auch ein Zentrum der Haskala, der jüdischen Aufklärung. Zamosc wurde eine, wie es Architekt und Bauherr vorgeschwebt hatte, steinerne Wirklichkeit gewordene Idealstadt. Wir werden uns selber überzeugen können, warum Zamosc den Beinamen "Padua des Nordens" trägt und UNESCO - Weltkulturerbe ist. Wir machen einen langen Rundgang mit dem Marktplatz, Kathedrale, der ehem. Synagoge und dem Geburtshaus Rosa von Luxemburg. Auch unterirdische Teile früherer Fortifikation stehen auf dem Programm. Übernachtung in Zamosc.
5. Tag Mittwoch: Nationalpark Roztocze bis Sandomierz
Heute fahren wir nach Sandomierz - unterwegs soll es jedoch nicht an den Attraktionen fehlen. Wir reisen über Szczebrzeszyn, das für Polen und alle Polnischlernenden wegen eines Zungenbrechers des Schriftstellers Jan Brzechwa bekannt ist. Der Satz "W Szczebrzeszynie chrzaszcz brzmi w trzcinie" (etwa: "In Szczebrzeszyn tönt der Käfer im Schilfrohr") soll die Unmöglichkeit illustrieren, die für die polnische Sprache typische Vielzahl von Konsonanten auszusprechen. Die Stadt hat Brzechwa zu Ehren ein hölzernes Denkmal errichtet, das einen Geige spielenden Käfer in der Nähe einer kleinen Quelle zeigt. Unsere nächste Station ist Zwierzyniec, ein großes Walddorf mit einer historischen Brauerei und einer kleinen barocken Kirche auf einer Insel. Wir befinden uns hier im Zentrum des Roztocze-Nationalparks. Früher waren die hier gelegenen Tierreservate der Adelsfamilie Zamojski die letzten Zufluchtstätten des Tarpans - eines Waldpferdes, das jetzt das Wappentier des Nationalparks ist. In einem kleinen Freilichtmuseum im Roztocze Nationalpark werden wir zu Mittag essen. Drei Übernachtungen in Sandomierz.
6./ 7. Tag Donnerstag/Freitag: faszinierendes Sandomierz
Beide nächste Tage verbringen wir in Sandomierz an der Weichsel, das "das kleine Rom" genannt wird. Ähnlich wie die italienische Hauptstadt liegt es auf 7 Hügeln und unter beiden Städten gibt es geheimnisvolle unterirdische Gänge. Die Altstadt von Sandomierz ist eine der besterhaltenen Polens und sein Rathaus gilt als eines der schönsten Rathäuser, die Polen zu bieten hat. Die Struktur der Altstadt mit dem großen Stary Rynek (Altmarkt) ist typisch für die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts. Einige Gebäude in der Stadt sind älter, so die romanische Sankt-Jakobs-Kirche und die gotische Kathedrale mit einmaligen byzantinisch russischen Fresken und Altären aus schwarzem Marmor. Auf dem Gelände des Dominikanerklosters befindet sich wiederum eine der ältesten Backsteinkirchen des Landes. Das 1602 gebaute Collegium Gostomianum ist eine der traditionsreichsten Schulen Polens. Wir werden ebenfalls eine Burganlage aus der Renaissance, eine Synagoge und die Speicherkeller aus dem Spätmittelalter besichtigen. Bei den letzten handelt sich um einen weit verzweigten Tunnelbau unter der Stadt.
8. Tag Samstag: Magnatenresidenzen bis Warschau
Heute verlassen wir Sandomierz, um Weichsel entlang nach Warschau zu fahren. Unterwegs machen wir einen Halt in Pulawy. Das Städchen wurde am Übergang vom XVIII. zum XIX. Jahrhundert "Polnisches Athen" genannt, als die Residenz der Familie Czartoryski zum - nach Warschau - zweitgrößten Zentrum des politischen und kulturellen Lebens in Polen geworden war. Wir spazieren durch die Schlossanlage von Czartoryski. Die weitere Reise führt über das Dorf Deblin, durch das im 14. Jh Bernsteinroute von der Ostsee bis Kaffa am Schwarzen Meer führte. Nach den Teilungen Polens war Deblin kurz unter österreichschen Besatzung, dann gehörte er zu einem polnischen, von Russland abhängigen Scheinstaat. 1837 haben hier die Russen eine Festung Iwangorod gebaut, die wir uns unterwegs anschauen. Weiter fahren wir Weichsel entlang über Maciejowice - in der Schlacht von Maciejowice wurde Tadeusz Kosciuszko, der polnische Nationalheld, General und Anführer des nach ihm benannten Aufstands gegen die Teilungsmächte Russland und Preußen im Jahr 1794 verwundet. Er lebte nachher im Exil in Amerika, wo er im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf der Seite George Washingtons kämpfte und in der Schweiz (in Solothurn gibt es ein Kosciuszko-Museum). In Marianskie Porzecze sehen wir eine wunderschöne, reich verzierte Holzkirche aus dem 18.Jh. Übernachtung in Warschau.
9. Tag Sonntag: Weltkulturerbe Warschau
Warschau lebt in der Geschichte und mit ihren Gespenstern, trägt immer noch Zeichen des realen Sozialismus, aber gleichzeitig gehört sie zu den dynamischsten und kulturell spannendsten Städten Ost-Mitteleuropas. Wir versuchen Ihnen einige Gesichter dieser Stadt zu präsentieren. Die Warschauer Altstadt wurde zwar im II Weltkrieg völlig zerstört, aber ab 1946 bis 1953 nach den Bildern von einem venezianischen Maler Bernardo Bellotto (Künstlername: Canalletto) in einer als Meisterleistung gewürdigten historischen Rekonstruktion wieder aufgebaut und dafür als Weltkulturerbe der UNESCO ausgezeichnet. Die Aufbauarbeiten stellen bis heute weltweit die größte geplante Rekonstruktion einer Bebauung dar. In der Gegend um den Kulturpalast kann man wiederum gut sehen, wie das Symbol der kommunistischen Macht nach der Wende in die Stadt integriert wurde und seine bedrohliche Ausstrahlung verlor. Viele Plätze zwischen der Altstadt und dem Kulturpalast sind gegenwärtig Orte der künstlerischen Aktionen, die im Dialog mit der Vergangenheit stehen und den öffentlichen Raum zu verwandeln versuchen. Im Lazienki-Park, in der grössten Parkanlage Warschaus, hören wir am Chopin-Denkmal ein Konzert. Am späteren Nachmittag Flug nach Zürich.
Bildergalerie...hier klicken
Preise und Leistungen 2009
| Reise-Nr. |
9 Tage |
vorgesehene Reiseleitung
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| CE090509 |
09.05.- 17.05. |
Edyta Lygas
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| CE260909 |
26.09.- 04.10. |
Edyta Lygas
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Edyta Lygas:
Aufgewachsen in der Nähe von Sandomierz, Germanistik - Studium in Posen. Wohnt in Warschau, wo sie als Dolmetscherin, lizenzierte Stadtführerin und Reiseleiterin arbeitet. Die Beschäftigung mit dem Werk Marion Gräfin Dönhoffs hat in ihr eine Leidenschaft für das Reisen geweckt. Die Suche nach den Spuren der grossen Geschichte und der kleinen Lebensgeschichten in den bereisten Landschaften und Städten, hat bei ihr eine zentrale Bedeutung.
| Preis pro Person: |
CHF |
Euro |
| Kulturreise 9 Tage: |
2550.00 |
1525.00* |
| Zuschlag Einzelzimmer: |
190.00 |
114.00 |
| Gruppengrösse: exklusiv 4 - 6 Gäste |
| Buchungsstand: freie Plätze |
| Anmeldeschluss: 4 Wochen vor Termin |
| * Reduktion für individuelle Anreise nach Warschau möglich |
| Anmeldeformular zum ausdrucken (PDF) |
(Preisänderung und Irrtum vorbehalten)
Im Preis inbegriffen:
- Linienflug Zürich - Warschau - Zürich
- eigener Bus auf der ganzen Reise
- 8 Nächte in guten Mittelklasshotels
- 7 Tage Vollpension, 2 Tage Halbpension
- zwei kulturelle Veranstaltungen
- fachkundige Reiseleitung ab Warschau
- Stadtführungen mit Fachleuten
- Eintritte für Museen u. Residenzen
- Dokumentation und Kartenmaterial
Im Preis nicht inbegriffen:
- Trinkgelder u. alkohol. Getränke
- wir empfehlen eine Annulierungs- und Rückreisekostenversicherung (u.a. VCS)
weiterführende Links Nationalparks
http://www.tnn.pl/
http://www.polish-online.com/polen/staedte/lublin.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Lublin
http://de.wikipedia.org/wiki/Zamosc
http://de.wikipedia.org/wiki/Warschau
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