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Biebrza Nationalpark

Der 1993 gegründete Biebrza NP bezeichnet das größte Sumpfgebiet Mitteleuropas. Es ist der größte und längste Nationalpark Polens. Verteilt auf über 1000 km2 finden sich Sümpfe, Moore, Seen, Wälder, Feuchtwiesen und Röhricht. 1600 Seen und Teiche mit grossen Beständen von Wasserpflanzen, verbunden durch ein natürliches Flusssystem, bilden die Lebensgrundlage für den einzigartigen Brutvogelbestand. Hier leben u.a. folende Arten: Schwarzstorch, Kranich, Wachtelkönig, einige Schnepfenarten (u.a. 370 Doppelschnepfen), Brachvögel, Wiedehopf, Heidelerche, Kampfläufer, Weissflügelschwalbe, Seggen-Rohrsänger, sowie fünf Adlerarten. Von den 280 Brutvogelarten Europas sind hier 250 vertreten. Zudem dient die Sumpflandschaft tausenden von Zugvögel als Winterquartier. Auf der anderen Seite ist der Bruchwald des Czerwone Bagno auch Lebensraum für zahlreiche Elche. Außerdem wachsen 900 Pflanzenarten in dem Sumpfgebiet, darunter allein 18 Orchideenarten.






"Seit Jahrhunderten liegen die weiten und unzugänglichen Biebrza Sümpfe am Rande der polnischen, litauischen und russischen Kulturgebiete. Erst vor 500 Jahren hat der Mensch dort begonnen, im großen Stil die Natur zu verändern. Riesige Sumpfwälder wurden durch Flecken von Torfwiesen ersetzt, die zur Heugewinnung genutzt werden. Trotz dieser Veränderungen haben die Biebrza Sümpfe viel von ihrer Ursprünglichkeit behalten, da sie nie, im Gegensatz zu den meisten Sumpfgebieten Europas, entwässert wurden. Die Biebrza Region ist dadurch heute das größte und besterhaltene Feuchtgebiet seiner Art in Europa. Was es so einzigartig macht, ist das Vorhandensein eines "lebenden Flusses", der frei schlängelnden und über ihre Ufer tretenden Biebrza, die im Frühling große Wiesenflächen in Seen verwandelt. Überschwemmungen fürchtet dort niemand, sondern sie werden als willkommenes Naturereignis betrachtet." (in: www.urlaub-polen.de)





Ein interessantes Schauspiel zu allen Jahreszeiten

Die Biebrza Sümpfe sind nicht nur im Frühling und Sommer, wenn die Natur sich explosionsartig entfaltet, bezaubernd. Der Herbst erzeugt eine majestätische Stille in dieser melancholischen Landschaft von rostgefärbtem Riedgras und kleinen, goldenen, birkenbestandenen Inseln. Die Herbstnächte hallen vom Röhren des Rotwildes und der Elche wider, das die Saison der Liebe und des Kampfes ankündigt. Im Winter regen die Spuren im Schnee, die durchziehende Wölfe, Otter, Hermeline, Wildschweine, Elche und viele andere vierbeinige und geflügelte Bewohner der Sumpfgebiete hinterlassen haben, zu mancher dramatischen Geschichte an. (in: www.urlaub-polen.de)




Skandinavische Findlinge im Herzen Europas

Überwiegend flach aber voll einzigartiger Schönheit erinnert die Biebrza Region an die eiszeitliche Ära, der sie Entstehung und Gestaltung verdankt. Zurückweichende Eismassen haben nicht nur die Flußebene und die umliegenden Hügel geformt, sondern auch mitgeführte Gesteine aus Skandinavien hier abgesetzt, Viele dieser Gesteine wurden beim Bau der malerischen Biebrzaer Ställe und Schuppen verwendet. Ein besonders beeindruckender Findling markiert das geografische Zentrum Europas, das sich mitten im Stadtzentrum von Suchowola, der Hauptstadt einer Gemeinde von Biebrza, befindet. (in: www.urlaub-polen.de)





weiterführende Links

Der Internetauftritt des Biebrza Nationalparks
Wikipedia über Biebrza Nationalpark


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