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| "Kunst in den Karpaten" Ihre Kunst. Ein Workshop für Bild und Sprache. Dauer:15 Tage Saison: Herbst Schwerpunkt: Literatur und Kunst, Nationalpark, Städte Aktivitäten: Literatur- und Kunst-Workshop, Wanderungen, Besichtigungen Was kaum jemand weiss: Das sächsische Siebenbürgen gilt als die Wiege der deutschen Sprache. Seit Urzeiten erfinden und erzählen die Menschen in dieser gleichermassen lieblichen und wilden Gegend im Bogen der Südkarpaten Geschichten ihres Alltags, ihrer Träume, Sehnsüchte und Ängste. Wer das Land der heiteren Sagen und unheimlichen Mythen besucht, wird im Nu verzaubert sein und selbst ein paar Seiten des transsylvanischen Märchenbuchs zu schreiben bestrebt sein. Und seinen Fantasien durch Zeichen und Farben Ausdruck verleihen. Angrenzend an das sächsische Siebenbürgen liegt der karpatische Nationalpark „Königsstein“ (Piatra Craiului). Auf einem Hügel, die weiten Talkessel und bewaldeten Berge vor Augen, schlagen Sie Ihr Lager auf. Von der Energie dieser atemberaubend schönen Landschaft beseelt setzen Sie Ihre Visionen in verschiedensten Techniken um, als Zeichnungen, Malereien, Collagen, Fotografie oder „Landart“. Ihre Bilder bergen Geschichten, Gedichte oder Aphorismen, die Sie aufspüren, nach und nach herauslösen und entwickeln. Oder umgekehrt: Sie erarbeiten einen Text und setzen ihn nach und nach in ihrer eigenen Bildsprache um. Aufgelockert wird die Arbeit durch Wanderungen durchs Land der Bären und Wölfe, auf Hochalmen und in interessante Städtchen. Mit der Unterstützung des erfahrenen Autors und Bildermachers Amedeo Baumgartner unternehmen Sie einen aufregenden und lustvollen Ausflug ins Land der Fantasie und kehren mit einem selbstgeschmiedeten Schmuckstück nach Hause zurück.
Rumänien grenzt im Norden an die Ukraine, im Osten an Moldawien, im Südosten an das Schwarze Meer, im Süden an Bulgarien, im Südwesten an Serbien und im Westen an Ungarn. Durch das Land zieht sich der mächtige Bogen der Karpaten, der von den Südkarpaten zur Bukowina reicht und das Siebenbürgische Hochland in der Mitte des Landes einschließt. Den Süden des Landes zwischen den Karpaten und der flachen Donauebene nimmt die leicht wellige Walachei mit der Hauptstadt Bukarest ein. Die Donau bildet die Grenze nach Bulgarien. Im Westen hat Rumänien Anteil an der großen Tiefebene, die sich weiter nach Ungarn zieht. Amtssprache ist Rumänisch. Anders als bei den meisten slawischen Sprachen der umliegenden Länder handelt es sich beim Rumänischen um eine romanische Sprache, verwandt mit dem Französischen, Spanischen und Italienischen, die Bedeutung einfacher Sätze oder einzelner Begriffe lässt sich so für Sprachkundige leicht erraten. In den Grenzgebieten wird mitunter Ungarisch, Serbisch, Ukrainisch, Bulgarisch, Armenisch oder Jiddisch gesprochen. Französisch ist weit verbreitet, im Banat (Südwestrumänien) und in Transsilvanien (Siebenbürgen) wird viel Deutsch gesprochen, und in den Touristengebieten spricht man auch Englisch. Rumänien darf sich zu den Ländern zählen, die eine beachtliche Anzahl von Persönlichkeiten hervorbrachte, die ihren Beitrag zur Entwicklung der internationalen Kultur, Wissenschaft und Politik geleistet haben. Eugene Ionesco,Tristan Tzara, Mircea Eliade und Emile Cioran stammten aus Rumänien und erhielten dort ihre Ausbildung, Yehudi Menuhin studierte bei George Enescu Geige. Die Opernsängerin Angela Gheorghiu, der Pianist Radu Lupu oder der Jazzmusiker Alexander Balanescu sind auch in diesem Land gebürtig… Siebenbürgen (lateinisch/englisch: Transylvania, rumänisch: Ardeal/Transilvania, ungarisch: Erdély) ist eine im Karpatenhochland, an der Grenze von Ostmitteleuropa zu Südosteuropa gelegene Vielvölkerregion. Einst Teil Daziens, nach wechselnden Herrschaften seit dem Hochmittelalter zum Königreich Ungarn gehörig, im 16./17. Jahrhundert selbständiges Fürstentum unter Osmanischer Oberhoheit, anschließend habsburgische Provinz, im ausgehenden 19. Jahrhundert Teil Ungarns und seit dem Ausgang des Ersten Weltkrieges Teil Rumäniens. Bewohnt unter anderem von Rumänen, Ungarn (Szeklern), Deutschen (Sachsen), Roma (Zigeunern); der Adel der Ungarn, die Szekler und die Sachsen bildeten vom 16. bis 19. Jahrhundert die staatstragenden Stände. Piatra Craiului Nationalpark (Königstein Nationalpark) Programm 2012 1. Tag Sonntag: Zürich - Wien - Sighisoara Zugfahrt nach Wien. Von Wien im Schlafwagen nach Sighisoara (Schässburg). Sie werden von unseren rumänischen Gastgebern abgeholt. Kurzbesichtigung von Sighisoara/Schässburg (UNESCO). Die Stadt wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von deutschen Einwanderern, den sogenannten Sibenbürger Sachsen, gegründet. Früher benannt “Perle Siebenbürgens”, “wunderbare und bezaubernde Stadt”, “eine Burg von seltener malerischer Schönheit”, erweckt die Burg Schäßburgs auch heute die Bewunderung des Besuchers. Die Museumstadt Schäßburg gilt als der “vollständigste mittelalterliche Architekturkomplex Rumäniens” und “die schönste bewohnte Burg Europas” und bietet dem Besucher eine einzigartige Chance des Rückblicks in die Vergangenheit, in die Mittelalterliche Athmosphäre früherer Jahrhunderte. Nachmittags Fahrt nach Deutsch-Weisskirch (Viscri), wo Sie in Privathäusern übernachten werden. Besichtigung der Wehrkirche von Viscri (Deutsch-Weisskirch). Das Dorf liegt abgelegen von der Hauptstraße und ist nur über eine schlechte Schotterstraße zu erreichen. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass es in Viscri fast keine Neubauten und nur wenig Autoverkehr gibt und sich die Siedlungsstruktur bis heute kaum verändert hat. Das Dorf mit seinen sächsischen Höfen stellt ein Musterbeispiel eines sächsischen Dorfes mit Kirchenburg dar. Das geschlossene Ortsbild ist in seiner Art nur noch selten in Siebenbürgen anzutreffen. Meist zeigt die Giebelfassade der Wohnhäuser sowie die Toreinfahrten zur Straßenseite. Nach hinten haben die regelmäßig angeordneten Höfe zuerst Stallgebäude sowie zur Rückseite hin abschließend große Scheunen. An beiden Ortsenden findet man die Häuser der Rumänen, die im Baustil ähnlich, aber meist etwas kleiner sind und mit einem Kreuz an der Fassade verziert wurden. Das Ortsbild von Viscri wird maßgeblich von der alles überragenden Burganlage mit den insgesamt sechs Wehrtürmen geprägt. Die gedrungene Anlage wird dominiert von einem mit der Kirche verbundenen Wehrturm mit pyramidenförmigem Dach. In die Burgmauer wurden neben den Wehrtürmen auch Wohn- und Vorratsrräume integriert. Im 16. Jahrhundert erhielt die Kirchenburg durch verschiedene Umbauten ihre heutige Gestalt. Die Kirchenburg von Viscri wurde niemals von Feinden eingenommen. Nach der Besichtigung Viscris kurze Wanderung. Anschliessend Fahrt über Medias nach Sibiu (Hermannstadt). In Medias ist der mittelalterliche sächsische Stadtkern erhalten. Neben dem Trompetenturm der gotischen Kirche, der einizigen Stadtkirchenburg Siebenbürgens, sind die Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen und die Patrizierhäuser am Marktplatz zu erwähnen. 4. Tag, Mittwoch: Besichtigung von Sibiu und Fahrt nach Sat Magura Besichtigung von Sibiu. 1143 erreichten die ersten deutschen Siedler die Gegend; sie ließen sich auf dem Hügel über dem Zibin-Fluss, der heutigen Oberstadt, nieder. Als Kulturhauptstadt Europas 2007 präsentiert sich die Stadt frisch herausgeputzt und ist in den letzten Jahren wohl zur meist bereisten Stadt Siebenbürgens geworden. Verschont vom kommunistischen Regime und den zwei Weltkriegen hat sich Sibiu mit seiner Altstadt ein ganz besonderes Flair erhalten können. Hermannstadt ist eine der schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Rumäniens und Europas. Das historische Zentrum bildet der Große Ring, ein imposanter Platz, umgeben von bedeutenden Gebäuden aller Epochen von der Renaissance bis zur Gründerzeit. Wo früher öffentliche Hinrichtungen stattfanden, blicken heute die „Augen der Stadt“ auf den Besucher. So werden die Dachfenster der Häuser genannt, die den Betrachter hier besonders eindrucksvoll „anschauen“ sollen. Nach kurzen Wanderungen erreichen Sie Ihre „Arbeitsplätze“, verteilen sich im Gelände, auf Almen, an Sonnenhängen, Waldrändern oder in Lichtungen. Mittags jeweils Picknick.Während dieser neun Tage werden Sie, inspiriert von der unmittelbaren Umgebung, den Waldrändern, den Fels- und Wolkenformationen, von Büschen, Blumen und Gräsern, von Ästen und Steinchen, eigene Bild- und Sprachwelten schaffen. Ob Sie sich des Aquarells, der Tusche, des Pastells, des Farb, Filz- oder Bleistifts bedienen oder ob sie die Materialien der Natur selbst als Bildelemente verwenden: Mit diesen Mitteln werden Sie die Fantasien umsetzen, die hier geweckt werden. Ausgehend von Details oder Gesamtansichten werden Sie Geschichten, Gedichte oder Aphorismen in den Linien und Flächen erkennen und herauskitzeln. Mit der Weiterentwicklung ihres Bildes wird auch Ihr Text vorgeschrieben. Sie werden sich wundern, was für Wendungen, Überraschungen und sinnliche Erlebnisse dieser Prozess für Sie bereit hält. Sie können auch mit einem Text beginnen und dann nach und nach die bildnerischen Interpretationen dazu finden. Ziel des Workshops ist es, einen integralen kreativen Vorgang von Tag zu Tag bewusster und mit immer mehr Fähigkeiten und Möglichkeiten zu einem „Werk“ zu vollenden, dass Ausdruck der persönlichen Entwicklung einer Nische in Ihnen sein wird, die bisher vielleicht geschlummert hat. Wie wird doch immer wieder zitiert: Jeder Mensch ist ein Künstler. Und Sie werden viel Spass haben in dieser Zeit. Amedeo Baumgartner wird dafür sorgen, dass „nicht aller Anfang schwer“ sein wird, jeden Prozess intensiv betreuen, wenn nötig eigene Ideen beisteuern, die Mal-, Zeichen- oder Schreibtechniken fördern, Erzählstränge auslegen, die verschiedenen Möglichkeiten, die Bilder und Texte zu entwickeln, diskutieren, kurz: Er wird intensiv und individuell mit Rat und Tat zur Stelle sein. Wir unternehmen auch drei Wanderungen: nach Wolkendorf (schönes Siebenbürgerdorf), Bran (ein malerische Felsneschloss, das den Touristen als Sitz von Dracula präsentiert wird) und Brasov (Kronstadt, traumhafte Lage, sehr gut erhaltene Altstadt, die grösste gothische Kirche Transilvaniens). 14. Tag Samstag: Sat Magura - Brasov -Wien Am Vormittag haben Sie Zeit, Abschied von Magura zu nehmen. Am späten Nachmittag fahren wir nach Brasov, wo wir in den Nachtzug nach Wien einsteigen. Rückfahrt von Wien nach Zürich. Ankunft in Zürich am Abend.
Die meisten Nächte verbringen wir in der „Vila Hermani“, die in dem Gebirgsdorf Magura inmitten des Nationalparks Piatra Craiului liegt. Das Dorf ist eine Streusiedlung, die bis vor 50 Jahren nur über einen Karrenweg im Sommer erreichbar war. 2004 haben Hermann und Katharina Kurmes hier ihre Pension eröffnet, die vom Ökotourismusverband Rumäniens zertifiziert ist und die „blaue Schwalbe“ von „Verträglich Reisen“ erhalten hat.
*Reduktion für eigene Anreise möglich, Preisänderung und Irrtum vorbehalten. Unsere Leistungen
Im Preis nicht inbegriffen:
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Literatur zur Reise Immer derselbe Schnee und immer derselbe Onkel Die Karpaten als Mythos und Ideologie
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